Du möchtest ein Altersvorsorge Depot eröffnen oder deinen bestehenden Vertrag überprüfen? Bevor du unterschreibst, solltest du unbedingt die exakten Effektivkosten und die Gesamtkostenquote kennen. Häufig fressen intransparente Vertriebs- und Depotkosten die staatliche Förderung schleichend wieder auf. Mit unserem 3-Schritte-Check deckst du alle Kosten auf und berechnest dein Einsparpotenzial in unserem Zinsrebell-Rechner.
Effektivkosten ermitteln: Der 3-Schritte-Check
Suche im Kundenportal nach dem offiziellen Produktinformationsblatt (PIB) oder der gesetzlichen Ex-ante-Kosteninformation. Laut den Vorschriften der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) müssen Finanzinstitute diese Übersicht zwingend vor Vertragsabschluss vorlegen.
Suche in der Tabelle nach der Kennzahl „Effektivkosten“ oder „Reduction in Yield (RIY)“. Dieser Wert gibt präzise an, um wie viele Prozentpunkte deine jährliche Kapitalmarktrendite durch alle anfallenden Kosten geschmälert wird.
Trage diesen Prozentwert in das Eingabefeld unseres Rechners ein. Du erkennst sofort auf den Cent genau, welcher Anteil deines geförderten Vermögens bei der depotführenden Bank verbleibt.
Die Effektivkosten der Anbieter im direkten Vergleich
max. 1,0 % p.a.
Das vom Bundesfinanzministerium (BMF) initiierte Basisprodukt mit festem Kostendeckel. Solide Absicherung gegen Wuchergebühren, jedoch oft teurer als ein freies ETF-Portfolio.
1,5 % bis 2,5 % p.a.
Hier mischen Filialbanken oft teure hauseigene Investmentfonds bei. Trotz staatlicher Zulagen verpufft ein wesentlicher Teil deiner Marktrendite.
unter 0,5 % p.a.
Hier investierst du selbstständig in weltweite Indexfonds. Deine Sparbeiträge und staatlichen Förderungen arbeiten ohne teure Vertriebsmargen.
Durch den Zinseszinseffekt bedeutet 1 % Mehrkosten pro Jahr nicht 1 % weniger Rente, sondern häufig eine Halbierung deines reinen Ertragszuwachses.
Kostenfalle: Warum die TER nicht die ganze Wahrheit ist
Die Total Expense Ratio (TER) umfasst ausschließlich die laufenden Verwaltungskosten des Fonds selbst (z. B. 0,2 % bei ETFs). Vorsicht: Sie ignoriert Depotführungsentgelte, Abschluss- und Vertriebsprovisionen sowie Transaktionsgebühren der Bank.
Die Reduction in Yield bündelt sämtliche Gebühren: Fondskosten, Depotgebühren, Vertriebskosten und Produktmantel. Nur die Effektivkostenquote offenbart den tatsächlichen Gesamtabzug von deiner Jahresrendite.
Standard bei modernen Online-Brokern und passiven ETF-Strategien.
Entspricht dem gedeckelten gesetzlichen Standardprodukt-Niveau.
Überteuert. Gebühren fressen oft die komplette staatliche Grund- und Kinderzulage auf.
Lass dich nicht in die „Aktiv-Falle“ locken
Vermittler argumentieren gern: „Das Standardprodukt ist zwar auf 1 % gedeckelt, aber sehr starr. Ich empfehle unsere Individual-Strategie für spürbar mehr Rendite.“
Die Realität: Verlässt du das Standardprodukt, greift der gesetzliche Kostendeckel nicht mehr. Banken mischen provisionsstarke Fonds mit Effektivkosten von bis zu 2,5 % bei.
Frage deinen Finanzberater gezielt:
„Handelt es sich bei diesem Vorschlag um das gesetzlich zertifizierte Standard-Altersvorsorgedepot? Falls nein: Wie hoch sind die Gesamteffektivkosten im direkten Vergleich?“
Stelle im Gespräch folgende Prüffrage: „Wenn ich 100 € in diesen Vertrag einzahle – wie viele Cent landen tatsächlich im Weltmarkt und wie viele Cent fließen in Provisionen, Verwaltung und Nebenkosten?“
Kann dein Gegenüber diese Frage nicht transparent aufschlüsseln, stehen die Ertragsinteressen des Vermittlers über deiner finanziellen Freiheit im Alter.
Berechne jetzt dein individuelles Sparpotenzial
Übertrage den Effektivkostenwert aus deinem Produktinformationsblatt in unseren kostenlosen Zinsrebell-Rechner. Vergleiche ein 0,4 % ETF-Depot direkt mit einem 1,8 % Bankvertrag und sieh schwarz auf weiß, wie viel zusätzliches Ruhestandsvermögen du für dich sicherst.
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